Mitten im Sommer legen wir den Grundstein für das kommende Bienenjahr

08/26 | Arbeitskalender
Hansruedi Burn und Nora Meier, Wangen bei Olten (bienenpro@bluewin.ch)


Der August ist der entscheidende Monat für das bevorstehende Bienenjahr. Mit der Auffütterung der Völker stellen wir sicher, dass die Winterbienen einen soliden Fettkörper anlegen können. Gleichzeitig ist die Pollenversorgung sowie eine möglichst geringe Varroabelastung entscheidend. Der Fettkörper der Winterbienen bildet die Grundlage für eine optimale Überwinterung. Nur mit kräftigen und langlebigen Bienen erreichen wir eine bestmögliche Auswinterung im kommenden Frühling.

Damit sich gesunde und starke Winterbienen mit einem dicken Fettkörper entwickeln, brauchen sie reichlich Pollen. Foto: Sarah Grossenbacher
Damit sich gesunde und starke Winterbienen mit einem dicken Fettkörper entwickeln, brauchen sie reichlich Pollen. (Foto: Sarah Grossenbacher)

Anfang August, und hoffentlich nach einer schönen Waldtracht, führen wir die letzte Honigernte für dieses Jahr durch. Dabei schleudern wir alle restlichen Honigwaben. Danach setzen wir keine neuen Waben mehr auf das Volk. Ist der Honigraum leer, können die Honigwaben beziehungsweise kann der gesamte Honigraum einfach entfernt werden. Wenn es noch etwas Honig hat, es sich aber nicht lohnt, die Schleuder noch einmal putzen zu müssen, können die übrigen Honigwaben hinter das Schied ins Volk gehängt werden. Die Bienen werden das Futter in Kürze nach vorne tragen.

Auch wenn die Bienen zu diesem Zeitpunkt noch Honig eintragen, müssen wir den Honigraum im August abräumen. Denn jetzt beginnen wir mit der Auffütterung. Mit aufgesetztem Honigraum würden wir dabei den Honig verfälschen. Auch während den Behandlungen mit Ameisen- oder Oxalsäure darf kein Honigraum auf dem Bienenvolk sein. Für die Honigqualität sind noch weitere Faktoren zu beachten. Es darf auch nichts beigemischt werden.

Es gibt verschiedene Meinungen, was mit den leeren Honigwaben nach dem Schleudern geschehen soll. Die einen geben sie honigfeucht in den Wabenschrank, andere lassen sie durch die Völker im Honigraum ausschlecken. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Ich, Hansruedi, habe die Waben auch schon ausschlecken lassen,

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