In Landquart haben sich im März die angehenden Betriebsberater zum zweiten Kurswochenende getroffen. Gleichzeitig war es der letzte Kurs im langjährig eingespielten Kursleiterteam.
Die Teilnehmenden haben zugehört, gelernt, diskutiert, selber engagierte Referate gehalten, Flipcharts gestaltet und viel gelacht. So wurde zum Beispiel klar, dass der Umgang mit Larven (Bienenmaden) und Larven (Basler Fasnachtsmaske) nicht kongruent ist. Dass beim morgendlichen Kahoot nach mehreren Siegen vom Teilnehmer mit dem Nicknamen «Zottel» plötzlich sieben «Zottel» am Start waren, hat den Schalk der Gruppe unterstrichen. Running Gags haben das intensive Kursprogramm durchzogen wie Kristalle den Honig.

Wer schon durch die Kaderschmiede im Plantahof in Landquart gegangen ist, weiss um die verbindende Wirkung des Samstagabend-Outdoor-Fondues am Feuer. Diesmal hat der Schnee dazwischengefunkt. Die Pizza im Restaurant des Campingplatzes konnte aber ein ebensolches Zusammenrücken bewirken.
Nach bestandener Prüfung überreichte Mathias Götti Limacher, Geschäftsführer BienenSchweiz, den Frischlingen das offizielle Diplom mit den besten Wünschen für gelingendes Ausbilden und angeregte Höcks.
Wechsel in der Kursleitung
Die Verabschiedung von Alfred Höhener in die verdiente Pension war gleichzeitig ein feierlicher und berührender Akt. In seinen 19 Jahren Tätigkeit im Zentralvorstand von BienenSchweiz (zu Beginn noch VDRB) hat Alfred – zusammen mit Mathias Götti Limacher – die Kaderkurse entwickelt und aufgebaut. Mathias selber hat mit treffenden Worten die pionierhaften Werke und die anpackende Persönlichkeit von Alfred gewürdigt. Alfred durfte von seinen Kursleiterkolleginnen Fränzi Ruprecht und Franziska Schnyder die prall gefüllte Schwarmkiste mit den Nachrichten, Dankeskarten und guten Wünschen von den Beratern und Prüfern der Kadertagungen in Zollikofen und Landquart entgegennehmen. Manche Nachrichten sind wohl nicht promillefrei. Mit dem Geschenk von 550 m2 Blühfläche darf Alfred mitbestimmen, wo in seinem Namen eine Bienenweide in der Grösse von etwa acht Einfamilienhäusern entstehen darf.
Massimo Godenzi hat sich nach elf Jahren im Kaderkurs-Team entschieden, seine Tätigkeit als Klassenlehrer niederzulegen. Othmar Frey, neuer Leiter des Kursteams und amtierender Grundkursleiter, ist selber in Massimos Klasse durch die Kaderschmiede gegangen und hat in der Würdigung rührende Worte gefunden, die einigen Anwesenden – und auch dem Gewürdigten selber – feuchte Augenwinkel bescherten.
Einmal mehr hat das Leitungsteam identitätsstiftende Kurstage gestaltet. Umso schöner, dass die engagierten Ausbildnerinnen Fränzi Ruprecht und Franziska Schnyder ihre Erfahrung, das grosse Wissen und ihren Humor auch weiter einbringen und die Kontinuität im Bereich der Fachpersonen Bildung und Produkte sicherstellen.

Die Teilnehmer:innen und Leiter:innen waren sich einig
«Man kommt als einzelne Imkerin oder als einzelner Imker und geht als Teil einer verschworenen Gruppe von Betriebsberater:innen nach Hause.»