Der Wassergehalt ist ein entscheidender Qualitätsfaktor unseres Honigs.
Worauf kommt es dabei an? Und was können wir tun, wenn der Honig zu feucht ist?
Warum schon wieder ein Artikel über Feuchtigkeit im Honig? Die Wiederholung bekannter Themen ist kein Zeichen fehlender Ideen, sondern ein zentraler Bestandteil seriöser Wissenschaft. Nur durch regelmässiges Überprüfen und neues Beobachten können Erkenntnisse bestätigt, verbessert oder an neue Bedingungen angepasst werden.

Honig gehört zu den ältesten und wertvollsten Naturprodukten der Welt. Für viele Konsumentinnen und Konsumenten zählen vor allem Geschmack, Farbe und Herkunft. Für Imkerinnen und Imker spielt jedoch ein anderer Faktor eine zentrale Rolle: der Wassergehalt im Honig. Er entscheidet wesentlich über Qualität, Haltbarkeit und Lagerfähigkeit. Ein zu hoher Wassergehalt kann schnell zu Problemen führen und im schlimmsten Fall die ganze Honigernte beeinträchtigen. Deshalb ist die Kontrolle des Wasseranteils heute ein wichtiger Bestandteil jeder modernen Imkerei.
Warum enthält Honig Wasser?
Frisch eingetragener Nektar besteht zu einem grossen Teil aus Wasser. Je nach Trachtpflanze liegt dieser anfangs zwischen 50 und 80%. Die Bienen müssen diesen Wassergehalt stark reduzieren, damit lagerfähiger Honig entsteht, der nicht gärt.
Dazu vollzieht das Bienenvolk eine enorme Leistung:
- Schon im Flug wird der Nektar bearbeitet und getrocknet.
- Im Stock wird er mehrfach aufgenommen, mit Enzymen versetzt und umgetragen.
- Das Enzym Invertase spaltet Saccharose in Fruchtzucker und Traubenzucker und entzieht somit der Umgebung freie Wassermoleküle.
- Die Bienen ventilieren mit ihren