Als Bienenhaltende sind wir von der Asiatischen Hornisse als Erste betroffen und sind entsprechend in Alarmstimmung. Doch wie steht es um andere Insekten und unsere Biodiversität? Müsste die laufende Invasion nicht auch andere Kreise ausserhalb der Imkerschaft beunruhigen?

Mit der Ankunft und Verbreitung der Asiatischen Hornisse in der Schweiz kommt ein weiterer ungebetener Gast zu uns und findet hier, ungestört von natürlichen Feinden, einen idealen Ort, um sich zu etablieren. Die Imkerschaft ist alarmiert, viele von uns beteiligen sich bei der Nestsuche und helfen dabei, die Invasion zu verlangsamen. Den Umgang mit der Vespa velutina müssen wir erst erlernen und Erfahrungen mit ihr sammeln. Unsere Bienen werden diese Invasion überdauern und wir werden Wege finden, mit der Vespa velutina eine Koexistenz zu etablieren. Eine andere Option gibt es nicht.
Doch wie sieht es mit allen anderen Insekten aus, die auf dem Speiseplan der Asiatischen Hornisse stehen? Viele dieser Arten sind uns weitgehend unbekannt und ihr Überlebenskampf gegen die neue Art findet im Stillen und oft ganz unbemerkt statt. Sie geniessen keine Obhut einer Lobby, wie dies unsere Honigbienen tun. Im Gespräch mit dem Insektenforscher Lukas Seehausen vom Forschungsinstitut CABI in Delémont möchten wir herausfinden, inwiefern auch andere Arten unter Druck stehen, ob wir als Bienenhaltende die einzigen sind, die aufmerksam werden sollten, und welche Anstrengungen zum Schutz der Biodiversität sinnvoll sind.
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