Die Völker wachsen jetzt sehr schnell. Sie benötigen genügend Platz. Im Mai befinden wir uns in der Schwarm- und Vermehrungszeit. Jetzt ist Schwarmkontrolle und -regulierung wichtig. Unsere Devise: besser aktiv Königinnen züchten, als passiv schwärmen lassen.
Fotos: Hansruedi Burn
In unseren Wirtschaftsvölkern sind jeweils zwei spezielle Drohnenrahmen (35 mm) ohne Drähte eingehängt, wie in der letzten Ausgabe beschrieben (SBZ 04/26). Den einen Rahmen schneiden wir mehrmals nach der Verdeckelung aus und entnehmen so jeweils einen Teil der Varroa aus dem Volk. Die Drohnen des zweiten Halbrahmens lassen wir schlüpfen. Wir arbeiten mit der einheimischen Dunklen Biene und möchten die guten Gene unserer Biene weitervererben. Die ausgeschnittenen Drohnenwaben stellen wir für 24 Stunden in den Tiefkühler, danach kommen sie in den Wachsschmelzer. Mit dem mehrmaligen Ausschneiden der Drohnenwabe haben wir in Bezug auf die Varroaentwicklung sehr gute Erfahrungen gemacht.

Schwarmkontrolle
Im Mai beginnt der Schwarmtrieb so richtig. Die Völker wollen sich teilen und ihrer natürlichen Vermehrung nachgehen. Dafür ziehen sie eine neue Königin heran. Als Imker:innen können wir Schwärme verhindern, indem wir einerseits Jungvölker bilden und andererseits regelmässig im Abstand von ungefähr sieben Tagen eine Schwarmkontrolle durchführen. Dabei nehmen wir alle Waben aus dem Volk und prüfen sie auf Königinnenzellen. Finden wir welche, brechen wir sie aus. So verhindern wir den Schlupf einer neuen Königin und folglich auch einen Schwarm. Die Anzahl der Königinnenzellen schreiben wir jeweils auf die Stockkarte. So können wir Völker mit grossem Schwarmtrieb erkennen und diese durch die Jungvolkbildung etwas besänftigen.
Brutableger
Die Jungvolkbildung im Mai ist bei uns ein wesentlicher Teil der Schwarmverhinderung. Von den starken Völkern entnehmen wir im Mai je nach Volksstärke