Von der Winter-Unruhe der Imkerin und den kulturverbindenden Bienen

02/23 | Arbeitskalender
Regina Meury, Thierstein (regina.meury@ebmnet.ch)



Februar … es ist noch ruhig am und um den Bienenstand. Die Bienen sind noch in der Winterruhe. Obwohl der Vorfrühling naht, gibt es für mich im Februar auf dem Stand nichts zu tun. Ich nütze diese Zeit gerne, um vor der kommenden anstrengenden Saison nochmals Energie zu tanken und mich meinem zweiten Hobby zu widmen: dem Reisen.

Regina Meury, Thierstein (regina.meury@ebmnet.ch)

Oben weiss und unten grün. Der Winter kämpft mit dem Vorfrühling.
Oben weiss und unten grün. Der Winter kämpft mit dem Vorfrühling.

Die ersten Vögel singen noch verhalten. Aber nun blühen auch an schattigen Lagen die Schneeglöckchen. Kalte Wintertage mit Schnee wechseln sich mit trüben Regentagen ab, aber gegen Ende Februar – meist um die Basler Fasnacht herum – steigt an einzelnen Tagen die Temperatur über 10  Grad und lebhafte Reinigungsflüge können beobachtet werden.

Die länglichen Blütenstände der Hasel (Corylus avellana) bringen den ersten wichti­ gen Pollen des Jahres und die Bienen tragen die ersten Pollenhöschen ein. Die Krokusse (Crocus albiflorus), der Huflattich (Tussilago farfara) und die Winterlinge (Eranthis hyemalis) blühen an warmen, sonnigen Lagen auf und bieten den ersten Nektar. Auch mit dem Erlen­ pollen (Alnus) darf bald gerechnet werden.

Was schon die alten Ägypter wussten

Im Februar 2022 besuchte ich das wunderschöne Ägypten mit dem Ziel, nicht nur die Pyramiden, das Tal der Könige, Tempel und die Weisse Wüste zu besuchen, sondern auch etwas über die Bienenhaltung in Ägypten und insbesondere über die dort heimische Apis mellifera lamarckii zu erfahren.

Die Bienenzucht wurde bei den alten Ägyp­ tern hochgeachtet und lässt sich bis 3 500 Jahre vor Christus zurückverfolgen. In allen Tem­peln findet man auf den mit Hieroglyphen ge­schmückten Wänden Bilder von Bienen.

Die ägyptische Apis mellifera lamarckii wurde bis vor 50 Jahren in den traditionellen ungebrannten Tonröhren aus Nilschlamm an Ständen mit 100–400 Völkern gehalten.

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