Im August beginnen die Vorbereitungen auf das nächste Bienenjahr

08/25 | Arbeitskalender
Autorenteam Verein Schweizer Wanderimker: Jakob Künzle, Hansruedi Maurer, Werner Habermacher, Jürg Meier, Manuela Keller, Severin Hummel (autorenteam.vswi@gmail.com)


Im August konzentrieren sich die Arbeiten darauf, die Völker auf das nächste Bienenjahr vorzubereiten: Wirtschaftsvölker selektionieren und füttern, Jungvölker pflegen, Kleinvölker und Begattungseinheiten für den Winter vorbereiten oder auflösen.

Das neue Bienenjahr beginnt bereits im August. Also sozusagen ist am 1. August nebst dem Nationalfeiertag auch der Bienensilvester! «Wir entscheiden jetzt, welche Völker eingewintert werden. Das Ziel bis zur Einwinterung ist: stark, gesund und satt», hält Köbi Künzle fest. «Wir haben jetzt eine grosszügige Anzahl an Jungvölkern, welche wir einwintern. Wirtschaftsvölker, die einen kritischen Varroabefall oder eine Virenbelastung aufweisen, lösen wir auf und ersetzen sie im Frühjahr mit Jungvölkern.»

Wabenbauerneuerung

In der Imkerei von Köbi Künzle ist nun auch die Zeit der Wabenbauerneuerung gekommen. Diese führt er blockweise durch. «Alle zwei Jahre entfernen wir eine komplette Zarge mit älteren Brutwaben», erklärt er. Für dieses Vorhaben setzt er beim Abräumen eine Honigzarge mit leeren Honigwaben oder auch Mittelwänden ohne Absperrgitter auf die bestehenden zwei Brutzargen auf. Das Volk wird den Wintersitz in den bestehenden zwei Brutzargen anlegen und die dritte Zarge mit Futter füllen. «Den Winterfuttervorrat beschränken wir auf 25 kg. Also nicht füttern, bis nichts mehr Platz hat, sondern nur so viel, wie es eben braucht», so Künzle.

Das Volk legt den Futtervorrat in der oberen und mittleren Zarge an. Die untere Zarge enthält nur eine minimale Futtermenge. Im Verlaufe des Winters frisst sich das Volk im Wintersitz vom Flugloch nach hinten und von unten nach oben der schwindenden Futterkappe nach. Nach dem ersten Reinigungsflug Ende Januar oder Anfang Februar ist der Volkssitz nach oben gerutscht. Die unterste Zarge ist nicht mehr bienenbesetzt und das restliche Futter wurde aus den Waben um­getragen. «So können wir im Februar die unterste Brutzarge entnehmen und das Volk mit den beiden verbleibenden Zargen auf den Boden setzen», erklärt Künzle. «Pro Volk ergeben sich so zehn

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