Imker/-innen fragen

03/24 | Wissenschaft und Praxis
Beraterteam-SBZ und Redaktion SBZ

Ich möchte im angepassten Brutraum imkern, wie gehe ich dabei vor?

Rosario Manco, Bonstetten, Schweizerkasten und CH-Magazine:

Der angepasste Brutraum ist eine Methode zur Bienenvölkerführung, bei der den Völkern je nach Brutmenge im Sommer oder Bienenmasse im Winter mehr oder weniger Platz im Brutraum gegeben wird. Die Anzahl Brutwaben wird der Legeleistung der Königin angepasst. Das heisst, die Brut wird kompakt gehalten. Ziel ist ein besserer Wärmehaushalt, verbunden mit einer positiven Volksentwicklung. Dabei wird ein Wärmeschied anstelle einer Wabe in den Brutraum gehängt, um Platz zu schaffen und das Konzept des angepassten Brutraums umzusetzen. Eine Königin legt maximal ca. 2000 Eier pro Tag. Eine Arbeiterin braucht 21 Tage für ihre Entwicklung. Das ergibt 2000 × 21 = 42 000 benötigte Brutzellen pro Volk. Sie benötigen für die 42 000  Brutzellen entsprechend diese Anzahl beidseitig bebrüteter Brutwaben:

  • CH-Mass: 6,2 Brutwaben
  • Dadant-Blatt: 5 Brutwaben
  • Zander: 6,5 Brutwaben

Bei mir auf 550 m ü. M. ist ca. Mitte Februar der richtige Zeitpunkt, den Brutraum an die Bienenmasse anzupassen. Wichtig dabei ist, auf die Verteilung der Bienen im Stock zu achten.

Ein kurzer Eingriff genügt, um die Bienenmasse zwischen zwei Thermoschieden anzupassen. Sobald die Königin ca. 70 % der Brutwaben bebrütet hat, lege ich an das Brutnest zwischen den beiden Schieden eine neue Brutwabe, bis die maximale Anzahl benötigter Brutwaben (siehe oben) erreicht ist. Wichtig ist, dass der erste Honigraum den Bienen gehört. Es ist das Futter für sie selbst und die Brut!

Christoph Zimmermann, Wattenwil, Schweizerkasten und Dadant:

Bei den Schieden/Thermoschieden gibt es verschiedene Ausführungen, vom einfachen Holzbrett über mit Stroh gefüllte Wabenrähmchen bis hin zu mit alubeschichteten und in Rähmchen eingepassten Isolationsplatten. Die Schiede kommen links und rechts (Dadant) oder vor und hinter (CH-Kasten) die Brutanlage. So wird der Brutraum den Bedürfnissen des Volkes und der Jahreszeit angepasst. Ich habe bei Dadant-Beuten momentan ca. vier Waben zwischen den Schieden, wo sich das Volk zentral aufhält. Wichtig ist, dass zwischen und unmittelbar hinter

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