Vom 8. bis 10. Oktober 2026 findet der 93. Deutschsprachige Imkerkongress in Dresden statt, an dem Imkerinnen und Imker aus allen deutschsprachigen Ländern und Regionen teilnehmen. Werfen wir zu diesem Anlass einen Blick auf die Imkerei im Gastgeberland.
Deutschland hat – wie viele andere Länder – eine lange Imkereitradition. Auch heute noch findet man im norddeutschen Raum hier und da die «Lüneburger Stülper» genannten Bienenkörbe oder im Süden Andenken an die Zeidlerei im Nürnberger Reichswald. Heutzutage sticht Deutschland in den Statistiken durch seine hohe Zahl an Imkerinnen und Imkern hervor. Allein der Deutsche Imkerbund, die grösste Imkerorganisation des Landes, vertritt rund 137 000 Imkerinnen und Imker mit etwa 930 000 Bienenvölkern.

Raps im Norden, Wald im Süden
Honig stellt das wichtigste Imkereiprodukt in Deutschland dar. Den Umfragen des Bieneninstituts Mayen zufolge schwankten die Erntemengen in den vergangenen Jahren zwischen 18 und 37 kg pro Volk. 2025 wurde ein Spitzenwert von 37,5 kg erreicht. Allerdings fiel die Ernte regional sehr unterschiedlich aus. Generell zeigt sich ein Trend: Im Norden und Osten fallen die Ernten meist höher aus als in Süddeutschland.
Die gängigsten Honigsorten spiegeln die Vielfalt der Regionen wider: Raps-Honig im Norden, Linden-Honig in Städten, Robinien-Honig im Osten, Kastanien-Honig im Westen und Waldhonig im Süden. Daneben gibt es regionale Spezialitäten und vielfältigen Blütenhonig.

Jetzt alle Artikel lesen
Abonnieren Sie jetzt „ Die Schweizerische Bienenzeitung“ und erhalten sie Zugriff auf all unsere Artikel und Literatur rund um das Thema Bienen und Imkerei.