Imkerliche Tätigkeiten zwischen Schneeglöckchen- und Schlüsselblumenblüte

03/24 | Wissenschaft und Praxis
Emil Breitenmoser, Regionalberater Ostschweiz, Bienengesundheitsdienst (BGD), (emil.breitenmoser@apiservice.ch)

Mit dem Erwachen der Natur entwickeln sich die Bienenvölker und es ist Zeit für die ersten wichtigen Arbeiten auf dem Bienenstand. Genügend Futter, gute Gesundheit und Weiselrichtigkeit erlauben einen guten Saisonstart.

Die imkerlichen Arbeiten im neuen Jahr starten gemäss Jahresplanung nach Betriebskonzept mit der Blüte des Schneeglöckchens. Die erste Futterkontrolle steht an. Wegen der oft noch kalten Aussentemperaturen wird nur der Wabensitz der Wintertraube kontrolliert. Befindet sich beim Öffnen des Futterlochs im Deckel die Traube auf der Höhe der Wabenschenkel, deutet dies auf fehlende Vorräte hin. Solche Völker müssen gefüttert werden. Am besten eignet sich dafür betriebseigener Honig.

Blick auf die Wabe durchs Futterloch: Die Wintertraube ist bereits oben angekommen (Foto: apiservice).
Idealerweise sollte man seine Bienenvölker mit betriebseigenem Honig füttern (Foto: apiservice).

Blüte der Sal-Weide

Mit steigenden Tagestemperaturen unternehmen die Bienen ihre ersten Sammelflüge. Während der Blüte der Sal-Weide (Salix caprea) liefern Fluglochbeobachtung und Gemüll­kontrolle wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand der Völker (Merkblatt Fluglochbeobachtung 4.8.1. und 4.8.2. Gemüll­kontrolle). Die Kontrolle auf Weiselrichtigkeit steht an. Ein kurzer Blick auf ein, zwei Brutwaben bestätigt, ob Brut und somit eine Königin vorhanden ist. Das Einengen des Brutnestes und Hinzufügen einer vollen Futterwabe helfen den Bienen, den Wärmehaushalt zu optimieren. Ist keine Brut vorhanden, also weder Stifte noch Larven, ist das Volk höchstwahrscheinlich weisellos. Gibt es noch viele Bienen und ist das Volk gesund, kann es mit einem anderen vereint werden. Bleiben hingegen nur wenige alte und schwache Winterbienen übrig, sollte es

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