Imkern auf Menorca

05/24 | Wissenschaft und Praxis
René Zumsteg, Birsfelden, (zumsteg33@bluewin.ch)

Eine abwechslungsreiche, geschützte Landschaft macht Menorca nicht nur zum Paradies für Feriengäste. Auch Honigbienen fühlen sich hier sichtlich wohl und produzieren einen einzigartigen Honig.

Die nördlichste und östlichste Insel der Balearen, Menorca, ist auch die kleinste, aber bei Weitem nicht die langweiligste. Die Spuren menschlicher Besiedlungen können bis 6000 Jahre vor Christus zurückverfolgt werden. Zuerst fällt vor allem der permanente Wind auf, der fast täglich über die flachen Ebenen weht. Die Insel präsentiert sich im satten Grün, mit üppigen Wäldern, Buschlandschaften und eher kleinen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Seit dem Jahr 1993 ist Menorca ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Fast die Hälfte der malerischen Landschaft steht unter Naturschutz.

Bei kleinen Nutzflächen an steilen Hängen verhindern die Mauern Erosion. Hier geht es nur mit 100%iger Handarbeit.
Nebst vielen asphaltierten Strassen sind auch Schotterwege durchgehend mit Schutzmauern versehen. Diese bilden einen Erosions- und Windschutz, denn es windet ja fast permanent.

Zu Besuch beim Berufsimker

Zehn interessante Tage verbrachte ich auf der kleinen Insel. Hier müsste es eigentlich auch Honigbienen haben, dachte ich mir. Ein befreundetes Ehepaar, welches jeweils auf der Insel «überwintert», machte sich für mich auf die Suche und wurde fündig. So trafen wir im Nordosten der Insel den Imker Sebastian Pons. Der Natur- und Landmensch hat sein Hobby zum Beruf gemacht und besitzt nun die grösste Imkerei der Insel. Sebastian kam schon früh mit den Bienen in Kontakt: Als 14-jähriger faszinierten ihn die zwei Bienenvölker seines Vaters. Es war ein kleines Hobby nebst der Feldarbeit als Bauernsohn. Der Honig wurde

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