Mit grosser Freude nahmen die frisch gebackenen Imker:innen mit eidgenössischem Fachausweis am 15. August ihr Diplom entgegen. Dieses Jahr sind es wieder 27 Personen mehr, die diesen offiziellen Abschluss in der Imkerei absolviert haben.
«Es ist immer wieder eine grosse Leistung, welche die Absolventinnen und Absolventen bis zur Erlangung des Diploms leisten», so die würdigenden Worte von Hanspeter Gerber, dem Geschäftsführer der Imkerbildung Schweiz GmbH. «Und es braucht immer auch die Unterstützung des gesamten Umfeldes, damit jemand diese Ausbildung in den Alltag von Beruf, Familie und Imkerei integrieren kann.»
Die meisten der in diesem Jahr Diplomierten starteten den Kurs im Jahr 2022. Zwischen dem ersten Kurstag und dem eidgenössischen Fachausweis liegen vier Jahre, 27 Ausbildungstage und einige Lernaufträge in der eigenen Imkerei. Eine gewisse Zeitspanne macht insofern Sinn, da die Teilnehmenden angehalten werden, ihre bisherige Praxis zu reflektieren und das erlernte Wissen in ihr Handeln einfliessen zu lassen.
«Die Highlights dieser Ausbildung waren für mich die Kurstage mit viel Praxis und Arbeiten an den Bienen», so Patrick Frei, der in diesem Jahr als frisch diplomierter Imker mit eidgenössischem Fachausweis an der Diplomfeier sprach. Er habe diese praktischen Teile der Ausbildung geschätzt. Gleichzeitig betonte er, dass Kurstage mit Praxisbezug durchaus noch häufiger hätten stattfinden können.
Überarbeitung der Ausbildung im Gang
«Diese Anregung nehmen wir für die laufende Überarbeitung auf», so Markus Michel, Bereichsleiter Bildung bei BienenSchweiz. «Wir sind ständig daran, die Ausbildung auf Grund vieler wertvoller Feedbacks weiterzuentwickeln. Und aktuell arbeiten wir an einer etwas umfassenderen Neuausrichtung der imkerlichen Bildung. Wir werden darüber in einer der nächsten Ausgaben der BienenZeitung berichten.»
Der eidgenössische Fachausweis bietet in der bisherigen wie in der neuen Form eine gute Grundlage, um neue Herausforderungen zu bewältigen. An Motivation fehlt es nicht, das erworbene Fachwissen in einer zeitgemässen Imkereipraxis kompetent anzuwenden. Herausforderungen gibt es genug: Varroa, die Asiatische Hornisse und die Tropilaelaps-Milbe «vor der Haustüre», ebenso wie der generelle Mangel an Nahrungsangebot und der Klimawandel.

Aus den Kantonen Zürich, Aargau und Solothurn erhielten folgende Teilnehmende das Diplom zur Imkerin / zum Imker mit eidgenössischem Fachausweis (v. l. n. r.): Christian Ebi, Jan Wilhelm, Thomas Vogel, Markus Roth, Melanie Vock. Nicht auf dem Bild: Carole Vollenweider, Christian Allemann (Foto: Markus Wittwer)

Aus den Kantonen Tessin, Wallis, Bern, Freiburg und Baselland erhielten das Diplom zur Imkerin/zum Imker mit eidgenössischem Fachausweis (v. l. n. r.): Franziska Botte, Fernando Biner, Adrian Dreier, Hans Gerber, Clemens Jehle, Beat Geissbühler, Jeanin Zeiter. Nicht auf dem Bild: Christine Gehrig (Foto: Markus Wittwer)
