Wie steht es um die Dunkle Biene im Glarnerland?

09/26 | Wissenschaft und Praxis
Martin Feurer, Dr. Vanessa Huml und Dr. Gabriele Soland


Zwischen 2022 und 2024 wurde im Schutzgebiet Glarnerland erstmals ein systematisches genetisches Monitoring der dortigen Population der Dunklen Honigbiene durchgeführt. Wie steht es um die genetische Vielfalt, Durchmischung oder Inzucht bei der Dunklen Biene im Glarnerland?

Das genetische Monitoring im Glarnerland ist Teil des Erhaltungszuchtprojekts, das vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) unterstützt wurde. Die Grundlage bildete eine mehrjährige Probensammlung. In den Jahren 2022 bis 2024 wurden Bienenproben im gesamten Schutzgebiet gesammelt – direkt von Imker:innen sowie durch gezielte Sammlungen im Feld. Dadurch konnte das Schutzgebiet flächendeckend erfasst werden. Zusätzlich verglich man die Ergebnisse mit Archivdaten und Proben aus der laufenden Zuchtarbeit.

Foto: Claudio Biesele, (Unsplash) Im Kanton Glarus entstand Ende der 1970er Jahre das erste Schutzgebiet für die Dunkle Biene. Wie steht es heute um die genetische Vielfalt der Apis mellifera mellifera?
Im Kanton Glarus entstand Ende der 1970er Jahre das erste Schutzgebiet für die Dunkle Biene. Wie steht es heute um die genetische Vielfalt der Apis mellifera mellifera? (Foto: Claudio Biesele, Unsplash)

Hybrideinflüsse im Schutzgebiet Glarnerland

Die Auswertungen der Proben aus dem Glarnerland zeigen, dass die Schutzpopulation insgesamt einen geringen Hybrideinfluss aufweist. Das heisst, dass nur wenig Erbgut an­derer Bienenlinien nachweisbar ist. Im Vergleich zur Zuchtpopulation sind die Anteile fremder evolutionärer Linien leicht niedriger.

Die Daten zeigen, dass die Schutzpopulation insgesamt in einem guten Zustand, Hybridisierung aber punktuell über das Schutzgebiet verteilt nachweisbar ist. Da das Schutzgebiet kein geschlossenes System ist, können Fremdeinflüsse je nach Lage und Paarungssituation zu messbaren Veränderungen führen. 

Grafiken: Vanessa Huml
Q-Werte im Vergleich, Schutzpopulation Glarnerland (2022 bis 2024) und Schweizer Zuchtpopulation (verschiedene Jahrgänge), (N = Anzahl Proben). 

Die über drei Jahre hinweg erhobenen Daten machen zudem deutlich, dass sich der Zustand der Schutzpopulation im Untersuchungszeitraum nicht verschlechtert hat. Dies spricht für die

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