Nach der Sommersonnenwende geht das Bienenvolk bereits wieder auf den Heimweg Richtung Winter! Nun, wir müssen doch noch so viel erledigen in dieser kurzen Saison. Der erste Honig ist den Völkern entnommen und wird im Schleuderraum verarbeitet. Jungvölker und Königinnen sind zu pflegen. Ebenso stehen die Wanderung in verschiedene Trachten und erste Varroakontrollen an.
In Berufsimkereien stehen bei der Honigernte Effizienz und ein sorgsamer Umgang mit dem wertvollen Bienenprodukt im Vordergrund. Denn wer viele Völker betreut, braucht gut durchdachte Prozesse – vom Wabentransport, übers Entdeckeln und Schleudern bis hin zur Lagerung des Honigs.
Ein gut ausgestatteter Schleuderpark
«Wir verarbeiten die Honigwaben aller Völker, auch die aus dem Tessin, bei uns im Schleuderraum», sagt Köbi Künzle. «Solange die Waben noch Stockwärme haben, funktioniert alles reibungslos. Kommen wir jedoch von weit entfernten Bienenständen zurück, lagern wir die Honigzargen vor dem Schleudern in einem temperierten Raum bei etwa 28 bis 30 Grad.» Für alle Bienenprodukte gilt: Temperaturen über der Stockwärme schaden; also nie über 35 Grad erhitzen.
Als Berufsimker oder -imkerin ist die richtige Ausstattung für die Honigernte und -verarbeitung zentral: «Seit letztem Jahr gehört bei uns ein beheiztes Messer, eine Wachspresse, eine Radialschleuder mit Vorfilter und eine Honigpumpe, um den Honig vom Vorfilter in das Klärfass zu pumpen, zu unserem Schleuderpark», berichtet Manuela Keller von der Bio-Imkerei Bienenheimat. Zuvor deckelten sie noch alles mit der Gabel ab.


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