Auf den Bienenständen wird es ruhiger, an den Bienenvölkern gibt es nur noch vereinzelte Arbeiten zu erledigen. Die Völker müssen optimal auf den Winter vorbereitet werden.
Wer kennt sie nicht, die fleissigen «Aufräumerinnen» im Wabenschrank oder Wabenlager: Speziell bei den bebrüteten Waben und vor allem bei hohen Temperaturen sind Wachsmotten sehr aktiv. Die wenigsten Imker:innen verfügen über einen Kühlraum, um die Waben zu lagern. Alle haben ihre eigene Methode, die mit mehr oder weniger Erfolg angewendet wird. Vermutlich haben die meisten von uns schon mit Schrecken im Wabenlager die unbeliebte Wachsmotte feststellen müssen.

Wir versuchen, unser Lager mit Brutwaben so klein wie möglich zu halten. Die Brutwaben, die beispielsweise beim Einengen anfallen, verwenden wir im April und Mai für die Ableger-Bildung. Wir achten darauf, im Sommer möglichst keine Brutwaben im Wabenschrank einzulagern. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass im Sommer eingelagerte Brutwaben «fast» nie von Motten verschont werden. Die früher verwendeten Mittel dagegen sind nicht mehr zugelassen.
Die unbebrüteten Honigwaben lassen wir in der Regel durch die Bienenvölker «ausschlecken». Anschliessend lagern wir diese trockenen Honigwaben im Wabenschrank. Alle Honigwaben, die einmal bebrütet waren, schmelzen wir ein. Auf diese Weise haben wir im Wabenschrank wenig Wachsmottenprobleme.
Waben einschmelzen für neue Mittelwände
Wir arbeiten seit einigen Jahren mit unserem eigenen Wachskreislauf. Dies bedeutet, dass wir alle Altwaben sowie Reste und Abschnitte einschmelzen und aus den Wachsblöcken neue Mittelwände herstellen lassen. Unser Verarbeiter schmilzt schliesslich das Wachs nochmals ein, entkeimt und klärt es. Dadurch erhalten wir keimfreie goldgelbe Mittelwände aus Wachs, das unsere Bienen hergestellt haben.
Für uns bildet der Wachsschmelzer die einzige Möglichkeit, ohne Wachsmotte zu arbeiten. Waben, die wir aus den Völkern entnehmen, gehen (wenn sie braun