Wespen und Hornissen werden in der Imkerei oft als Plage wahrgenommen. Mit Vespa velutina verbinden manche sogar den Tod ihrer Bienenvölker. Wie lässt sich die natürliche Verteidigungsbereitschaft der Bienenvölker verbessern, damit sie auch diesen neuen Herausforderungen standhalten können?
Inzwischen gilt die Asiatische Hornisse in Deutschland und der Schweiz als etabliert, wobei sie vor allem in den westlichen Bundesländern verbreitet ist. Auch in der Schweiz sind nicht alle Kantone betroffen. Je nach Bundesland und Kanton bestehen die Bekämpfungsmassnahmen im Wesentlichen in der Zerstörung der Nester. Häufig werden Fallen aufgestellt, in denen die Tiere mit Insektiziden oder elektrischem Strom getötet werden. Der Anteil von Vespa velutina an gefangenen Insekten schwankt je nach Populationsdichte und Fallentyp zwischen 0,2% und 29% (Seehausen et al. 2026; Brouard 2025). Die zurzeit bekannten Fallen wirken aus unserer Sicht nicht ausreichend selektiv und eliminieren auch heimische Arten. Dies soll weniger am Köder als am Fallentyp liegen (Pedrelli et al. 2026). Die Verwendung nicht selektiver Fallen ist in Deutschland grundsätzlich und auch in einigen Kantonen der Schweiz nicht erlaubt. Nach bisherigen Erfahrungen lässt sich mit all diesen Massnahmen lediglich die Ausbreitung verlangsamen, nicht jedoch verhindern. Das gilt auch für andere Hornissenarten, die sich aufgrund des Klimawandels zunehmend unseren Regionen nähern. So hat sich die ursprünglich nur im Balkan verbreitete Vespa orientalis bereits bis Norditalien ausgebreitet und dürfte bald bei uns auftreten. Im ehemaligenJugoslawien gehörte sie zu den von den Imkernden am meisten gefürchteten Schädlingen. Es ist also an der Zeit, sich damit zu befassen, wie unsere Bienenvölker besser gegen die Asiatische Hornisse und andere Hornissenarten geschützt werden können und wie ihre Widerstandskraft durch verschiedene Massnahmen gestärkt werden kann.
Wir haben bereits sehr früh damit begonnen, unsere Imkerei im Schwarzwald darauf einzustellen. Wolfgang beobachtete als Experte der Weltorganisation für Tiergesundheit (WAHO/OIE) Vespa velutina seit ihrer Einschleppung in Europa und