Nach der letzten Honigernte gilt es, die Bienenvölker unverzüglich auf die Überwinterung und die Bienensaison 2026 vorzubereiten.
Nach der ersten Sommerbehandlung ist es an der Zeit, die Bienenvölker optimal auf den Winter vorzubereiten. Dazu gehört das Auffüttern, die Auswahl jener, die die kalte Jahreszeit überleben können, sowie schliesslich die rechtzeitige Durchführung der zweiten Sommerbehandlung.
Im August und September eine gesunde Winterbienenpopulation vorbereiten
Nach der letzten Honigernte wird die erste Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe durchgeführt. Unabhängig von der angewandten Methode (mit oder ohne Ameisensäure), wird die Behandlung vor Mitte August abgeschlossen. Auf diese Weise können die Bienenvölker gesunde Winterbienen aufziehen, bevor die zweite Sommerbehandlung mit Ameisensäure spätestens Mitte September startet.
Die Fähigkeit, eine grosse Anzahl von Winterbienen aufzuziehen, ist entscheidend für das Überleben des Bienenvolkes im Winter. Diese Bienen mit ihrer längeren Lebensdauer sind bis zum nächsten Frühjahr für den Fortbestand des Volkes verantwortlich. Sie besitzen in ihrem Hinterleib stark entwickelte Fettkörper, die dem überwinternden Bienenvolk als Proteinreserven dienen und zu Beginn des nächsten Jahres für die Aufzucht der ersten Brut mobilisiert werden.1 Gesunde Winterbienen können nur von gesunden Ammenbienen mit gut entwickelten Futtersaftdrüsen aufgezogen werden, die in der Lage sind, ausreichend proteinreiches Futtergelee zu produzieren. Es ist daher wichtig, dass bereits im Juli der Varroabefall des Bienenvolkes unter Kontrolle ist: Arbeiterinnen, die zu stark von der Varroamilbe parasitiert sind, werden nicht in der Lage sein, qualitativ gute Winterbienen aufzuziehen.
Nach der ersten Sommerbehandlung auffüttern
Für die Aufzucht der Winterbienen müssen die Bienenvölker ausreichend Nahrung zur Verfügung haben, und zwar sowohl Zucker (in Form von Honig oder Flüssigfutter) als auch Proteine (Pollen). Die Bienenstände in Gebieten mit Pollenvorkommen im Spätsommer aufzustellen, ist vorteilhaft. Die Fütterung erfolgt im Wechsel mit der Varroabehandlung, abhängig vom Bedarf der einzelnen Völker. Bei Methoden mit Ameisensäure wird nicht empfohlen, während der Behandlung zu füttern. Durch die