Im Volksmund sprechen wir vom Aprilwetter. Damit meinen wir, dass «der April macht, was er will»: Oft ist es nasskalt, es kann aber auch schon frühlingshaft warm sein. Durch diese Konstellation sind sowohl die Bienen als auch wir Imker:innen gefordert.

Oft bietet die dritte Dekade des Aprils angenehm warmes Wetter. Damit kann in unseren Höhenlagen (400 bis 550 m ü. M.) bereits eine erste Massentracht einsetzen. Jedoch können nur starke Völker diese auch wirklich nutzen. Das erreichen wir, indem wir starke Völker einwintern. Durch einen stetigen Futterstrom bei und nach der Auswinterung erstarken sie selbständig in den Vorfrühling, vorausgesetzt die Königin ist leistungsfähig.
Völker erweitern und Honigraum aufsetzen
Auch im April werfen wir vor dem Öffnen der Völker einen Blick auf das Flugloch sowie auf die Unterlage. Diese wird übrigens jedes Mal gereinigt oder ersetzt.
Im April ist in der Regel der Zeitpunkt, die Völker zu erweitern, denn die Völker wachsen und benötigen mehr Raum. Dabei ist es nicht ganz einfach, den richtigen Zeitpunkt für die Erweiterung zu finden. Der Schweizerkasten ist dabei möglicherweise noch etwas im Vorteil gegenüber dem Magazin, da das Fenster als Abschluss des Volkes dient. Sobald das Fenster mit Bienen dicht behangen ist und die «Bäuche» sichtbar sind, muss erweitert werden. Wir hängen am besten eine ausgebaute Brutwabe direkt an das Brutnest. Auf dieser Wabe kann die Königin sofort mit der Eilage beginnen. Wenn keine ausgebaute Wabe vorrätig ist, geben wir eine Mittelwand ans Brutnest. Vor dem Einhängen besprühen wir die Mittelwand respektive Wabe mit etwas Wasser und anschliessend flammen wir sie mit dem Gasbrenner leicht ab. Dadurch wird die Wabe erwärmt und die Bienen haben weniger Aufwand, die Stocktemperatur halten zu können.
In den Magazinen kann die