Bremsen eingetragene Varroamilben die Selektion resistenter Bienen?

Ein gemeinsames Forschungsprojekt von apiservice und dem Zentrum für Bienenforschung (ZBF) hat von 2021 bis 2023 untersucht, inwiefern die Varroaübertragung zwischen Bienenvölkern die Resistenzzucht beeinflusst. Die wichtigsten Erkenntnisse werden hier vorgestellt. Die Selektion von varroaresistenten Bienen kann nur funktionieren, wenn man in der Lage ist, den Varroabefall zumindest teilweise auf die Genetik eines Bienenvolkes zurückzuführen.

Lavendelhonig – der grosse Honig Südfrankreichs

Im Süden Frankreichs lassen sich unterschiedliche Honige ernten, doch keiner ist derart ikonisch wie der Lavendelhonig. Ein Besuch der Berufsimkerei Bourg im Departement Ardèche. Unter der strahlenden Sonne strömt ein aromatischer Duft aus den Lavendelfeldern und ein beständiges Summen erfüllt die flimmernde Luft. Tausende von Honigbienen fliegen zielstrebig in die Felder hinein, wo auch zahlreiche

Wespen – verkannte Nützlinge

Wespen stehen Bienen in ihrer ökologischen Bedeutung in nichts nach, doch haben sie es schwer, ihren schlechten Ruf loszuwerden. Eine britische Forscherin hat zusammengetragen, warum wir Wespen mehr schätzen und schützen sollten. Wespen werden ihren schlechten Ruf einfach nicht los und der macht auch bei Wissenschaftlern nicht halt. «Auf jede Studie über die Ökosystemleistungen von

Gut geschützt in den Winter

Ein durchzogenes Honigjahr hat mit der Varroabekämpfung seinen Abschluss gefunden. Ein nasskalter Frühling hat, zumindest bei mir, zu einem kleineren Honigertrag geführt. Dies hat der schöne und warme Sommer kompensiert. Der Wermutstropfen ist die Melezitose, die bei vielen Imkern zu mehr Aufwand beim Schleudern geführt hat. Mit der Fruchtreife der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und der

Was trägt der BGD zu gesunden Honigbienen bei?

Viele, mehrheitlich kostenlose Angebote des Bienengesundheitsdienstes (BGD) stehen der Schweizer und Liechtensteiner Imkerschaft zur Verfügung. Wer sie nutzt, profitiert vom grossen Erfahrungsschatz des Teams. Der Bienengesundheitsdienst (BGD) hält sein Wissen auf dem Laufenden und tauscht sich mit verschiedenen Partnern (wie dem Zen­trum für Bienenforschung) regelmässig aus. Dadurch sind die Mitarbeitenden in der Lage, die Imkerschaft

Faulbaum – ein unterschätzter Bestäubermagnet

Dieser Text hier ist der erste, den ich auf Anregung eines Lesers hin schreibe; vielen Dank an dieser Stelle an Franz Gasser aus Zürich. In derselben Woche, in der mich sein leidenschaftliches Plädoyer für den Faulbaum (Frangula alnus) erreichte, durfte ich in einem schattigen Naturgarten ein Prachtexemplar dieser Art bestaunen, und ich war Feuer und

Die Umgebung des Bienenstands und die Völkerauslese

Wer seine Bienenvölker selektioniert oder sich für die Erbanlagen des Zuchtstoffs einer Züchterin oder eines Züchters interessiert, muss zahlreiche Umweltmerkmale berücksichtigen, damit das Beobachtete verglichen werden kann. Die Völkerauslese ist ein wichtiger Schritt der Wintervorbereitungen (Merkblatt 4.7. Völkerbeurteilung und -auslese). Nicht zufriedenstellende Wirtschaftsvölker können durch vielversprechende Jungvölker ersetzt werden. Es ist jedoch keine leichte Aufgabe,

Zuchteinheiten auflösen

Die Bienensaison neigt sich dem Ende zu und die letzten Königinnen werden verwertet. Übrig bleiben weisellose Einheiten, welche man auf unterschiedliche Arten auflösen kann.Stefan Jans, Regionalberater Zentralschweiz, apiservice gmbh/Bienengesundheitsdienst (BGD), (stefan.jans@apiservice.ch) Grundsätzlich sollte man Königinnen erst verwerten, wenn sie ihre eigenen Nachkommen gesehen haben, sprich die erste eigene Brut geschlüpft ist. Löst man Begattungskästchen vorher

Klimaveränderung und Einflüsse auf die Imkerei

Honigbienen sind Überlebensspezialisten, die sich in der Regel gut an Umweltveränderungen anpassen können. Bei häufigen extremen Wetterbedingungen sind sie jedoch zunehmend auf die Unterstützung von Imkerinnen und Imkern angewiesen. Der Klimawandel beeinflusst unsere Bienen erheblich und wird die Art und Weise, wie wir unsere Völker in Zukunft führen, sicherlich verändern. Einige Wissenschaftler/-innen sprechen von einer