Die Sal-Weide – ein Insektenparadies par excellence

Wenn es um Frühblüher im Garten geht, denken wir intuitiv an Zwiebelpflanzen, Primeln und Co. Aber die wichtigsten Frühblüher für die Insektenwelt sind Weiden, und die Sal-Weide (Salix caprea) ist die erste von ihnen. Nebst ihrem hohen Wert für Wild- und Honigbienen ist die Sal-Weide auch eine herausragende Raupennahrung für diverse Tag- und Nachtfalter. An

Ethik in der Imkerei: Ein möglicher Ansatz (Teil  2)

Dies ist der zweite und letzte Teil der Artikelserie über Ethik in der Imkerei. Beide Artikel basieren auf einem Kapitel meines Buches «The Bee-friendly Beekeeper». In diesem Artikel beleuchte ich vier mögliche Grundhaltungen der Imkerinnen und Imker, von einer anthropozentrischen zu einer api-zentrischen Perspektive. Diese Grundhaltungen werden als Beherrscher, Verwalter, Partner und Teilnehmer bezeichnet. Im

Genetisch bedingte Resistenz gegenüber der Varroa ist erreicht

Wollen wir weitere 40 Jahre unsere Bienen mit Säuren und Chemie behandeln? Um das zu verhindern, kann jeder Imker, jede Imkerin sich für die Resistenzzucht engagieren. Denn es zeigt sich: Ein behandlungsfreies Imkern ist möglich! Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin ein entschiedener Verfechter von Varroabehandlungen, dort wo diese notwendig sind. Dagegen halte

Paarungskontrolle durch zeitlichen Versatz der Begattungsflüge

Die uralte Methode der Mondscheinpaarung kommt wieder in Mode und liefert erfolgversprechende Resultate. Der Flaschenhals des genetischen Fortschritts in der Bienenzucht ist fast immer die Paarungskontrolle. Da natürliche Begattungen nur im Flug, in grosser Höhe und – zumindest in Landschaften mit Höhenrelief – an zentralen «Drohnensammelplätzen» stattfinden, gelingt eine gezielte Zuchtauswahl auf der männlichen Seite

Völker auswintern

Imkerinnen und Imker können im Frühjahr mit gewissen Arbeiten ideale Bedingungen für einen erfolgreichen Saisonstart ihrer Völker schaffen. Der Winter ist für ein Bienenvolk kritisch. Um diese Jahreszeit gut zu überstehen, braucht es gesunde Bienen, eine gute Volksstärke und ausreichend Futterreserven für mehrere Monate. Bienenhaltende legen den Grundstein für eine gute Überwinterung ihrer Bienen bereits

Neue Serie: Verhalten im Bienenvolk

In einer fünfteiligen Serie gibt uns Paul Siefert mit seinen Videoaufnahmen einmalige Einblicke ins Bienenvolk und zeigt uns so verschiedene Verhaltensweisen der Bienen, die uns sonst oftmals verborgen bleiben. Im ersten Teil nimmt er den Wabenbau, die Modellierung und das Verdeckeln der Zellen unter die Lupe. Viele Menschen nehmen ein Bienenvolk auf den ersten Blick

Lohnt sich das Schneiden von Drohnenbrut?

Ein verdeckelter Drohnenrahmen wird entnommen. Im Zandermass enthält eine solche Wabe ungefähr 1800 Drohnenzellen (beide Seiten zusammengerechnet ergeben 3600 Zellen).

Wir wissen, dass die Varroamilbe Drohnenbrut durchschnittlich acht Mal häufiger befällt als Arbeiterinnenbrut. Daher ist die Drohnenbrutentnahme eine sinnvolle biotechnologische Massnahme, um diesen Parasiten zu bekämpfen. In der Praxis ist derzeit nicht vollständig geklärt, wie viele Milben mit dem Schnitt eines Drohnenrahmens entfernt werden können und ob es dabei einen Zusammenhang gibt zwischen der Entnahme zu unterschiedlichen

Purpur-Taubnessel – um sie summt es rund ums Jahr

Grösserer Bestand der Purpur-Taubnessel an einem Ackerrand. Die purpurn gefärbten Triebspitzen stechen aus der umliegenden Vegetation hervor und lotsen die Bienen zielsicher zu den Blüten.

Während vielerorts noch eine dicke Schneedecke liegt, wird die einjährige Purpur- oder Acker- Taubnessel (Lamium purpureum L.) bereits an warmen Februartagen von den ersten Hummeln, Wild- und Honigbienen umschwirrt. Eine Chance, um diese Pflanze, ihre Geschichte und ihre sechsbeinigen Besucherinnen genauer unter die Lupe zu nehmen und mit Vorurteilen aufzuräumen. Die Bienen, die an den ersten warmen